Aufgabe
Ein Bürohaus aus den Siebzigern, sieben Geschoße, an zwei Seiten bewohnte Häuser und an der dritten eine Volksschule. Auf dem Grund sollen 80 geförderte Wohnungen entstehen.
Wir haben zuerst vier Wochen lang entkernt: Fenster, Zwischenwände, Böden, Leitungen, alles getrennt in eigene Mulden. Erst dann kam der Longfront-Bagger und hat das Haus von oben nach unten abgetragen, Geschoß für Geschoß, mit Wasser gegen den Staub.
Stemmarbeiten lagen nur in den Unterrichtspausen und am Nachmittag. Die Schule hat jeden Freitag einen Wochenplan bekommen, die Anrainer einen Zettel im Postkasten und eine Nummer, unter der jemand abhebt.
Bautagebuch

Tag 1Einrichtung: Zaun, Staubwand zur Schule, Waschplatz für die Lkw. 
Tag 6Entkernung: Fenster, Böden und Leitungen sind draußen, getrennt in sieben Mulden. 
Tag 19Der Longfront-Bagger beginnt oben. Pro Tag etwa ein halbes Geschoß. 
Tag 27Das Nebengebäude zur Schule hin wird händisch und mit dem Kleinbagger abgetragen. 
Tag 33Metall aus der Fassade, sortiert für den Schrotthändler. 
Tag 41Letzte Reste am Anbau. Der Schutt geht über eine Rutsche direkt in den Kipper. 
Tag 52Fundamente und Keller sind ausgebaut, die Baugrube wird auf Höhe gezogen. 
Tag 63Übergabe an den Baumeister. Die Grube ist fertig, die Straße gekehrt.
Was übrig blieb
Beton, gebrochen und wieder eingebaut
3.100 t
Ziegel als Recyclingsplitt
980 t
Metall an den Schrotthandel
160 t
Beschwerden von Anrainern
2
Beispieldaten einer erfundenen Firma
Nächste Referenz
Baugrube Wohnhausanlage Donaustadt
